Burgruine Guttenberg und Deutsches Weintor
Wissembourg - Weiler - Europadenkmal - St. Germanshof - Ruine Guttenberg - Deutsches Weintor in Schweigen-Rechtenbach - Wissembourg
Wegbeschreibung
Unsere Wanderung beginnt am Bahnhof von Wissembourg. Wir überqueren die Straße, laufen diese links hinunter und folgen dem roten Balken. Nach dem Kreisel verläuft der Weg entlang der Lauter, die nördlich von Hinterweidenthal ihren Ursprung hat. An einer Kreuzung wenden wir uns links und folgen dem grünen Kreuz Richtung "Weiler". Einige Meter weiter geht es links in die Rue du château d'eau, die auf einen Feldweg führt. An einer Weggabel geht es links. Einige Minuten später wandern wir geradeaus durch ein Gatter und erreichen Weiler. Hier geht es die Straße hinunter, dann links und an einer Abzweigung geradeaus. Bei Hausnummer 15 führt uns das Wegzeichen rechts auf einen Fußweg. Bei einer Gabelung biegen wir rechts ab, überqueren die Lauter und wandern links auf die Straße. Es geht an der Kirche und am Friedhof vorbei. Wir verlassen den Ort, passieren das Kräutercafé folgen nun dem weißen Dreieck. Auf der anderen Straßenseite steht die Chapelle de Weiler. Kurz darauf überschreiten wir die deutsche Grenze nach St. Germanshof und erreichen das Europadenkmal (1:10).
Europadenkmal
Das Europadenkmal bei St. Germanshof wurde am 9. September 2007 eingeweiht. An diesem Ort hatten sich am 6. August 1950 Hunderte Studenten aus neun europäischen Staaten der damals noch kontrollierten Grenze genähert. Auf beiden Seiten der Grenze wurden die Schlagbäume vor den Augen der Zöllner zersägt und als Brennmaterial für ein Europafeuer benutzt. Am Vortag der Sitzung des Europarates in Straßburg forderten die Menschen ein europäisches Parlament, eine europäische Verfassung und einen europäischen Paß. Die Aktion verlief friedlich und diszipliniert.
Nach der Bushaltestelle führt der Weg rechts den Pfad hinauf. Nach den Stufen halten wir uns rechts und folgen nun dem blauen Kreuz. An einer Weggabel geht es rechts, einige Meter weiter links den Fahrweg Richtung "Ruine Guttenberg" hinunter und durch den Mundatwald.
Mundatwald
1946 wurde ein Gebiet von 7 km2 im deutschen Teil des Mundatwaldes dem französischen Staatsgebiet eingegliedert. Erst 1984 wurde eine endgültige Lösung erzielt: Frankreich wurde als Grundbesitzer über das fragliche Gebiet (mit Ausnahme der Burgruine Guttenberg) eingetragen und erhielt die unbefristeten Holz-, Jagd- und Wasserrechte für dieses Areal. Diese Regelung trat 1986 in Kraft.
An einer Kreuzung überqueren wir den Bach und wandern in den Buchbachweg. Bei der darauffolgenden Abzweigung geht es geradeaus am Buchbach entlang. Bald darauf geht es rechts den Blaukreutzweg hinauf. Wir bleiben nun auf diesem Fahrweg bis wir am Ende dieses Weges sind. An der Kreuzung wenden wir uns rechts und gelangen zu der Wegspinne unterhalb der Burgruine Guttenberg. Hier nehmen wir nun den zweiten Weg von rechts und folgen der Markierung 2 hinauf zur Ruine Guttenberg. Von hier schweift der Blick zum Stäffelsbergturm, der Burg Trifels, der Ruine Neuscharfeneck und dem Schwarzwald (3:00).
Burg Guttenberg
Die Burg Guttenberg wurde im 12. Jahrhundert als Reichsburg erbaut. 1150 wurde sie das erst Mal erwähnt und ab 1287 war sie im Besitz der Grafen von Leiningen. 1525 wurde sie im Bauernkrieg zerstört und wurde nicht mehr aufgebaut. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Ruine Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz; sie stand aber von 1949 bis 1986 unter französischer Verwaltung.
Nach Besichtigung der Burgruine wandern wir an der Wegspinne links in den Kehrweg (Richtung "Weintor") und folgen nun der Markierung "gelber Punkt". An der Kreuzung geht es rechts auf dem Fahrweg Richtung "Schweigen" weiter. Bald darauf führt unser Wegzeichen links einen schmalen Fußpfad hinunter. Wir gelangen auf einen Fahrweg, laufen einige Meter rechts und links auf den Fußweg. An einer Weggabel geht es links weiter abwärts. Wir queren erneut einen Fahrweg und wandern hinunter ins Breitenborntal. Es geht auf dem Waldweg geradeaus und an der Breitenbornquelle vorbei. An einer Abzweigung halten wir uns rechts und laufen auf den asphaltierten Weg. Wir passieren das "Weschbrünnel" und wenden uns an der Gabelung rechts nach Schweigen-Rechtenbach. Es geht geradeaus die Straße hinauf und links in die Guttenbergstraße. An derem Ende laufen wir rechts und erreichen das Deutsche Weintor (4:20).
Deutsches Weintor
Das Deutsche Weintor steht am südlichen Ende der Deutschen Weinstraße. Es wurde im Dritten Reich gebaut, angeblich um das Weinbaugebiet Pfalz bekannter zu machen und Arbeitsplätze zu schaffen. Das Weintor ist zur 1 km entfernten Grenzstadt Wissembourg ausgerichtet und war während der NS-Zeit mit einer großen Hakenkreuzfahne dekoriert. Die Grundsteinlegung fand am 27. August 1936 statt, die Einweihung wurde nicht einmal zwei Monate später, am 18. Oktober, gefeiert.
Wir laufen durch das Tor und folgen nun dem gelben Balken geradeaus. Wir biegen am Kreisel rechts Richtung "Weißenburg" und an der Kirche links ab in die Hauptstraße. Es geht nun immer geradeaus bis wir auf einen Feldweg treffen. Hier überqueren wir die deutsch-französische Grenze und erreichen kurz darauf Wissembourg. Wir folgen der Straße Richtung "Centre Ville" und wenden uns an deren Ende nach links. E geht links in die Rue des Acacias hinein und bei der Linksbiegung den Fußweg hinunter und gleich wieder hinauf. Oben geht es schräg rechts Richtung "Centre Ville". Wir laufen nach dem Überqueren des Baches links in die Straße hinein. An derem Ende geht es erneut über den Bach und am Rathaus rechts. Nach einem erneuten Queren des Baches geht es nach links ("toutes directions"). Nach der Post überqueren wir wieder die Lauter und gehen am Kreisel nach links in die Avenue de la Gare und erreichen den Bahnhof in Wissembourg, an dem diese Wanderung endet (5:00).
Weitere Informationen
Anfahrt
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit dem Regionalzug von Neustadt/Weinstraße bis Wissembourg. Von Karlsruhe mit der Regionalbahn bis Winden, dann Umsteigen in den Zug nach Wissembourg.
Mit dem Auto: Parkplätze sind am Bahnhof in Wissembourg vorhanden.
Einkehren
Möglichkeit im Kräutercafé in Weiler, in St. Germanshof, Schweigen-Rechtenbach und Wissembourg.
Wanderkarten
Topographische Karte 1:25.000 – Naturpark Pfälzerwald Blatt 8 – Östlicher Wasgau mit Bad Bergzabern
Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz
ISBN 978-3-89637-404-2
Wander-, Rad- und Freizeitkarte 1:25.000 – Bad Bergzaberner Land
Pietruska Verlag & Geo-Datenbanken GmbH
ISBN 978-3-934895-75-1
Die Wanderung wurde am 9. Juni 2010 aktualisiert.
Steckbrief
Anspruch:- Start / Ende: Bahnhof Wissembourg
- Wanderzeit: 5:00 Std.
- Länge: 19,2 km
- Tiefster Punkt: 156 m
- Höchster Punkt: 503 m
- Summe Steigungen / Gefälle: 417 m











