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Westwall-Wanderweg im Bienwald

Die Wanderung führt uns durch den Bienwald zu Relikten des Westwalls, der vor und zu Beginn des 2. Weltkriegs errichtet wurde. Informationstafeln am Wegrand erläutern die Geschichte und die Hintergründe. Die Wegführung wechselt sich dabei von geradlinig angelegten Forstwegen mit schmalen Pfaden entlang von Bächen ab. Unterwegs besuchen wir Orte von weiteren historischen Begebenheiten auf, wie die Turko-Gräber und das Weiße Kreuz.

Westwall

Der Westwall (auch Siegfriedslinie genannt) war rund 630 km lang und verlief von Kleve bis nach Weil am Rhein. Er bestand aus über 18.000 Bunkern und Stollen sowie ungezählten Gräben und Panzersperren. Adolf Hitler ließ die An­lage ab 1936 planen und von Mitte 1938 bis Anfang 1940 innerhalb kürzester Zeit erbauen. Er sollte als Schutz der deutschen Westgrenze und als Gegenstück der bereits bestehenden Maginot-Linie auf französischer Seite dienen.

Länge: 17,9 km, An-/Abstieg: 25 m

Karte


Wegstrecke

Turko-Gräber
Turko-Gräber
Weißes Kreuz
Weißes Kreuz
Pfad entlang des Aschbachs
Pfad entlang des Aschbachs
Ein-Mann-Bunker
Ein-Mann-Bunker
Bildeiche
Bildeiche

Wir beginnen die Wanderung am Bahnhof von Schaidt. Hier befindet sich eine Informationstafel zum Westwall-Wanderweg. Es geht mit dem weißer Punkt weißer Punkt rechts in den Ort hinein und geradeaus in die Ringgasse bis zum Waldrand. Wir biegen rechts ab, verlassen den Ort und folgen dem Feldweg. Wenige Minuten später geht es mit unserem Wegzeichen links in den Wald und ca. 150 Meter weiter rechts auf den Pfad zum B-Werk (Betriebswerk) „Kiefernwald”.

Wir queren einen Weg und gelangen zum Panzergraben. Es geht hier links und geradeaus auf einen Pfad, dem wir in der Linkskurve folgen. An einer Kreuzung sehen wir rechts die Turko-Gräber (0:35).

Wir folgen dem Mundatgraben, passieren einige Grenzsteine, sogenannte Mundatsteine, und erreichen die Reste eines Bunkers. Bei einer Wegbiegung geht es leicht rechts auf den Pfad und am Mundatgraben entlang weißer Punkt. Wir queren die Spitzallee, passieren die Trichter des Westwall-Minengürtels und folgen weiter dem Fahrweg. An einer Kreuzung geht es geradeaus am Mundatgraben entlang. Wir wandern über einen Asphaltweg auf den Heilbachpfad, gelangen auf einen Forstweg und sehen vor uns das Jakobshäuschen (1:10). Hier befindet sich eine Rastmöglichkeit.

Es geht mit dem weißen Punkt weißer Punkt rechts in die Oberdörferallee, an deren Ende wir uns nach links wenden. Bald darauf wandern wir rechts an der Kreisstraße entlang zum Weißen Kreuz (1:45).

Wir biegen links auf den Pfad ein („Naturfreundehaus Kandel”) und folgen ihm nach links. Kurz darauf geht es im spitzen Winkel rechts auf den Pfad am Aschbach entlang. Bald erreichen wir bei einem Weiher einen Forstweg. Wir wenden uns rechts zum Hirschbrunnen, wo sich erneut eine Rast anbietet (2:15). Etwa 50 Meter entfernt nach Nordosten befinden sich Überreste einer Panzersperre mit Holzpfählen.

Wir wandern wieder ein Stück zurück und folgen nun weiter dem Weg Richtung Norden. Nach etwa 35 Minuten gelangen wir zu einer Kreuzung und folgen dem weißen Punkt weißer Punkt links in den Saustegweg zum idyllischen Saustegweiher, der 1990 als Feuerlöschteich angelegt wurde. An der folgenden Kreuzung wenden wir uns mit dem roten Punkt roter Punkt nach links und einige Meter weiter rechts zur Bismarckeiche, einem ca. 400 Jahre alten Baum (3:30).

Wir laufen wieder zurück zur Kreuzung, wandern geradeaus und orientieren uns wieder an dem weißen Punkt weißer Punkt. Wir passieren die Überreste eines weiteren Bunkers. Nun teilt sich unsere Markierung; wir biegen rechts auf den Forstweg ein und wandern ca. 100 m weiter links auf den Graspfad zu zwei Ein-Mann-Bunkern. Eine Infotafel erläutert die Funktionsweise. Am Ende des Pfades geht es rechts auf den Fahrweg, dem wir nun immer geradeaus folgen. Wir passieren einen weiteren Ein-Mann-Bunker und erreichen die Bildeiche (4:10).

Wir wandern an der Bildeiche vorbei auf den Weg, der parallel zur Straße verläuft. Kurz darauf biegen wir links auf den Landwirtschaftsweg ein, rechts auf den Pfad und laufen an den Tennisplätzen vorbei. Wir wenden uns links auf den Pflasterweg und nach der Sporthalle rechts. Es geht am Sportplatz vorbei. Am Ortseingang wandern wir links auf den Weg. Es geht rechts in die Ringgasse nach Schaidt hinein und geradeaus auf die Vollmersweilerer Straße zum Bahnhof (4:30).

Variante

Die hier beschriebene Wanderung folgt dem großen Westwall-Wanderweg. Die Strecke kann auf etwa die Hälfte abge­kürzt werden, indem man dem kleinen Westwall-Wanderweg folgt. Hierzu folgt man ab dem Jakobshäuschen dem roten Punkt roter Punkt bis zur Bismarckeiche.

Die Wanderung wurde am aktualisiert.