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Gletschermulden

Historie

Kugelfelsen, auch Elwetritsche-Bad genannt
Kugelfelsen, auch Elwetritsche-Bad genannt

Die sogenannten Gletschermulden sind kesselartige Vertiefungen in den Felsen auf dem Kesselberg, dem zweithöchsten Berg im Pfälzerwald. Jedoch ist der Name, der häufig auch in Wanderkarten eingetragen ist, irreführend: Im Pfälzerwald gab es keine Gletscher.

Manche interpretieren die Mulden auch als keltische Opferschalen, die zu rituellen Zwecken benutzt wurden. Der Kindermund bezeichnet diese Vertiefungen auch als „Elwetrische-Bad”. Die Elwetrische sind Fabelwesen, die den Pfälzerwald bevölkern und nur in dunklen Vollmondnächten zu sehen sind.

Es gibt allerdings auch eine wissenschaftliche Erklärung, nach der in eine Sandsteinschicht Wasser eingesickert ist, das mit Eisen, Eisenoxidhydrat und Kalk angereichert war. Ein Sandkorn bildete einen Kristallationskern, wobei wie bei einem Kristallwachstum ein Schalenaufbau einsetzte. Es bildete sich eine immer größer werdende Kugel, die sich aus dem Gesteinsverbund löste und dabei eine Mulde hinterließ.

Auf den Kesselberg und zu den Gletschermulden führt der Dr.-Sprater-Pfad.

49° 17' 5" N, 8° 2' 4" O/ 662 m über NN

DD,dddd°(WGS84)
49.28471° N, 8.04455° O
DD° MM,mmm'(WGS84)
49° 17.083' N, 8° 2.673' O
DD° MM' SS"(WGS84)
49° 17' 5" N, 8° 2' 4" O
UTM(WGS84)
32U 430516 5459546

Wanderung

Video