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Johanniskreuz

Ritterstein Nr. 111

Historie

Kreuze auf Johanniskreuz
Kreuze auf Johanniskreuz
Ritterstein Johanniskreuz
Ritterstein „Johanniskreuz”

Im Jahre 1269 ließ Ritter Reinhart von Hohenecken an der Grenze seines Herrschaftsgebiets an dem schon damals wichtigen Straßenkreuzungspunkt ein Steinkreuz errichten, das sein Wappen trug. Dies gefiel jedoch dem benachbarten Ritter Johannis von Wilenstein nicht, so dass er sein Wappen dreimal neben und über dem Wappen des Hoheneckers einmeißeln ließ. Als 1276 Lautern Reichsstadt wurde, ging Reinhardts Macht zu Ende und das Kreuz wurde nun nach Johann benannt. In einer Grenzbeschreibung von 1533 wird die Stelle als „Herr Johannes Creutz” bezeichnet.

Das alte wappengeschmückte Kreuz ist im Laufe der Zeit verfallen und wurde 1769 durch ein neues Kreuz ersetzt. Das Kreuz auf dem Sockel war ursprünglich mit dem Ersatzkreuz geschmückt, ich jedoch später wieder heruntergefallen. Im Jahre 1863 kam das auch heute noch darauf befindliche eiserne Kreuz mit der Inschrift „ERR SZ REN 1863” (errichtet seinerzeit renoviert 1863). Neben dem alten echten Johanniskreuz blieb auch das herabgefallene Ersatzkreuz liegen.

Im Jahre 1843 tagten pfälzische Forstbeamte in Johanniskreuz, die dem pfälzischen Nordausläufer der Vogesen den Namen „Pfälzerwald” gaben. Somit gilt Johanniskreuz als „Geburtsort” des Pfälzerwalds, der auch noch Anfang des 20. Jahrhunderts in vielen Reisebeschreibungen den Vogesen bzw. dem Wasgenwald zugeordnet wurde.

Johanniskreuz liegt an der pfälzischen Wasserscheide: Die Moos- und Bugalb entwässern zur Mosel hin, die Ursprünge des Speyerbachs fließen zum Rhein hinab. Hier befindet sich auch das Haus der Nachhaltigkeit.

49° 20' 17" N, 7° 49' 27" O/ 473 m über NN

DD,dddd°(WGS84)
49.33801° N, 7.82426° O
DD° MM,mmm'(WGS84)
49° 20.281' N, 7° 49.456' O
DD° MM' SS"(WGS84)
49° 20' 17" N, 7° 49' 27" O
UTM(WGS84)
32U 414588 5465697

Wanderungen