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Pfaffenbrunnen

49° 24' 41" N, 7° 45' 27" O/ 387 m über NN

DD,dddd°(WGS84)
49.41145° N, 7.75763° O
DD° MM,mmm'(WGS84)
49° 24.687' N, 7° 45.458' O
DD° MM' SS"(WGS84)
49° 24' 41" N, 7° 45' 27" O
UTM(WGS84)
32U 409882 5473938

Geschichte

Pfaffenbrunnen mit Quelle
Pfaffenbrunnen mit Quelle
Pfaffenbrunnen im unteren Abschnitt
Pfaffenbrunnen im unteren Abschnitt

Seit Ende des 12. Jahrhunderts gehörte der Pfaffenbrunnen der von Friedrich I. (genannt Barbarossa) errichteten Prämonstratensischen Canonia des „Weißen Ordens”. Erst im Jahre 1510 ist die heutige Bezeichnung des Brunnens aufgekommen, als das Kloster in ein weltliches Stift umgewandert wurde. Die Mönche wurden damit Weltgeistliche, die „Pfaffen” genannt wurden.

Von 1895 bis 1935 diente der Brunnen der Wasserversorgung des im Tal liegenden Bremerhofs, dann erfolgte der Anschluss an die Wasserversorgung der Stadt Kaiserslautern. Mitte der 1980er Jahre wurde die Quelle neu gestaltet, über 57 Buntsandsteinblöcken fließt das Wasser in Kaskaden den Hang des Letzbergs hinunter und versickert in der Erde. Bei der Neufassung der Quelle fand man Tonrohre einer ehemaligen Wasserleitung. Heute ist der Brunnen ein flächenhaftes Naturdenkmal und der höchstgelegene Brunnen von Kaiserslautern.

Geologie

Der Pfaffenbrunnen entspringt am Übergang vom Unteren zum Mittleren Buntsandstein als Schichtquelle, die aufgrund einer wasserstauenden Tonschicht entstanden ist. Dieser Quellentyp ist einer der häufigsten im Pfälzerwald: Dabei tritt das Grundwasser aus Gesteinsspalten aus und fließt als Quellbach ab.

In längeren Trockenperioden versiegt die Quelle vollständig. Über der Austrittsstelle der Quelle liegen nur 15 Meter Gesteinsmaterial bis zur höchsten Erhebung in der Umgebung. Daher ist das Rückhaltevermögen nur gering. Auch beginnen im Frühjahr die Bäume und Sträucher vermehrt Wasser aus dem Boden zu holen und verbrauchen damit eine große Menge an Niederschlagswasser.

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